Milleniumsziele

MDG 1: Extreme Armut und Hunger beseitigen

Zielvorgaben

Indikatoren

1. Zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen halbieren, deren Einkommen weniger als einen US-Dollar pro Tag beträgt

 

1. Anteil der Bevölkerung mit weniger als einem US Dollar pro Tag (umgerechnet in Kaufkraftparität)

2. Armutslückenverhältnis: Armutsinzidenz (Zahl der extrem Armen) multipliziert mit der Armutstiefe (gibt an, um wie viel Prozent das Einkommen der Armen unterhalb der Armutsgrenze liegt)

3. Anteil, den das ärmste Fünftel der Bevölkerung am gesamten nationalen Konsum hat

2. Zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen halbieren, die Hunger leiden

 

4. Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht

5. Anteil der Bevölkerung unter dem Mindestniveau des Nahrungsenergieverbrauchs

MDG 2: Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung

Zielvorgaben

Indikatoren

3. Bis zum Jahr 2015 sicherstellen, dass Kinder in der ganzen Welt, Jungen wie Mädchen, eine Primärschulbildung vollständig abschließen können

 

6. Nettoeinschulungsquote im Primarschulbereich (Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen)

7. Anteil der Erstklässler, die das fünfte Schuljahr erreichen

8. Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die lesen und schreiben können


MDG 3: Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen

Zielvorgaben

Indikatoren

4. Das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarschulbildung beseitigen, vorzugsweise bis 2005 und auf allen Bildungsebenen spätestens bis 2015

 

9. Verhältnis Mädchen/Jungen in der Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe des Bildungssystems

10. Verhältnis weibliche/männliche Alphabeten bei den 15- bis 24-Jährigen

11. Anteil der Frauen an den nichtselbstständigen Erwerbstätigen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors

12. Sitzanteil der Frauen in nationalen Parlamenten

 

 

MDG 4: Senkung der Kindersterblichkeit

Zielvorgaben

Indikatoren

5. Zwischen 1990 und 2015 die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel senken

 

13. Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren (pro 1.000 Lebendgeburten)

14. Säuglingssterblichkeitsrate (pro 1.000 Lebendgeburten)

15. Anteil der Einjährigen, die gegen Masern geimpft wurden

MDG 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern

Zielvorgaben

Indikatoren

6. Zwischen 1990 und 2015 die Müttersterblichkeitsrate um drei Viertel senken

 

16. Müttersterblichkeitsrate (Anzahl der Frauen pro 100.000 Lebendgeburten, die während der Schwangerschaft oder Geburt sterben)

17. Anteil der von medizinischem Fachpersonal begleiteten Geburten

MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten

Zielvorgaben

Indikatoren

7. Bis 2015 die Ausbreitung von HIV/AIDS zum Stillstand bringen und allmählich eine Trendumkehr erreichen

 

18. Anteil der schwangeren Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die HIV-positiv sind

19. Anteil derjenigen, die zur Verhütung ein Kondom benutzen

19a. Kondombenutzung beim letzten, risikoreichen Geschlechtsverkehr

19b. Prozentsatz der 15- bis 24-Jährigen mit umfassenden korrekten Kenntnissen über HIV/AIDS

20. Schulbesuchsquote von Waisen im Verhältnis zu Nichtwaisen im Alter von 10 bis 14 Jahre

8. Bis 2015 die Ausbreitung von Malaria und anderen schweren Krankheiten zum Stillstand bringen und allmählich eine Trendumkehr erreichen

 

21. Anteil der Menschen, die an Malaria leiden und Sterblichkeitsraten im Zusammenhang mit Malaria

22. Anteil der Bevölkerung in malariagefährdeten Gebieten, der wirksame Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Malaria ergreift

23. Anteil der Menschen, die an Tuberkulose leiden und Sterblichkeitsraten im Zusammenhang mit Tuberkulose

24. Anteil der diagnostizierten und mit Hilfe der direkt überwachten Kurzzeittherapie DOTS (Directly Observed Treatment Short Course) geheilten Tuberkulosefälle

MDG 7: Umweltschutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Zielvorgaben

Indikatoren

9. Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in einzelstaatliche Politiken und Programme einbauen und eine Trendwende beim Verlust von Umweltressourcen einleiten

 

25. Anteil der waldbedeckten Flächen an der Landesfläche

26. Verhältnis der geschützten Flächen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zur gesamten Landesfläche

27. Energieverbrauch (in Kilogramm Erdöläquivalent) pro 1 US-Dollar des Bruttoinlandsprodukts - umgerechnet in Kaufkraftparität

28. Kohlendioxidausstoß pro Kopf und Verbrauch von Ozon abbauenden Fluorchlorkohlenwasserstoffen in Tonnen

29. Anteil der Bevölkerung, der feste Brennstoffe nutzt

10. Zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen um die Hälfte senken, die keinen nachhaltigen Zugang zu hygienischem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung haben

 

30. Anteil der städtischen und ländlichen Bevölkerung mit nachhaltigem Zugang zu einer verbesserten Wasserquelle

31. Anteil der städtischen und ländlichen Bevölkerung mit nachhaltigem Zugang zu verbesserter Sanitärversorgung

11. Bis 2020 eine erhebliche Verbesserung der Lebensbedingungen von mindestens 100 Millionen Slumbewohnern herbeiführen

32. Anteil der Haushalte mit sicheren Nutzungs- und Besitzrechten

MDG 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft

Zielvorgaben

Indikatoren

12. Ein offenes, regelgestütztes, berechenbares und nicht diskriminierendes Handels- und Finanzsystem weiterentwickeln. Dies schließt die Verpflichtung zu guter Regierungsführung, die Entwicklung und die Armutsreduzierung - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene mit ein.

 

Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit

33. Öffentliche Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA) - insgesamt und für die am wenigsten entwickelten Länder - als prozentualer Anteil des Bruttonationaleinkommens der Geber, die dem DAC, dem Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehören

34. Anteil der gesamten bilateralen, sektoral aufschlüsselbaren öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit der OECD/DAC-Geber an der sozialen Grundversorgung (Grundbildung, primäre Gesundheitsversorgung, Ernährung, hygienisches Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen)

35. Anteil der ungebundenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit der OECD/DAC-Geber

36. Von Binnenländern empfangene öffentliche Mittel für Entwicklungszusammenarbeit als Anteil an ihrem Bruttonationaleinkommen

37. Von kleinen Inselentwicklungsländern empfangene Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit als Anteil an ihrem Bruttonationaleinkommen

13. Den besonderen Bedürfnissen der am wenigsten entwickelten Länder Rechnung tragen. Hierzu gehören ein zoll- und quotenfreier Zugang für die Exportgüter der am wenigsten entwickelten Länder, ein verstärktes Schuldenerleichterungsprogramm für die hochverschuldeten armen Länder und die Streichung der bilateralen öffentlichen Schulden sowie die Gewährung großzügigerer öffentlicher Mittel für Entwicklungszusammenarbeit für Länder, die zur Armutsminderung entschlossen sind.

 

14. Den besonderen Bedürfnissen der Binnen- und kleinen Inselentwicklungsländer Rechnung tragen (unter anderem durch das Aktionsprogramm für die nachhaltige Entwicklung der kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern und die Ergebnisse der 22. Sondertagung der Generalversammlung

 

Marktzugang

38. Anteil der zollfreien Gesamtimporte der entwickelten Länder (nach Wert und unter Ausschluss von Waffen) aus den Entwicklungsländern und den am wenigsten entwickelten Ländern

39. Von den entwickelten Ländern erhobene Durchschnittszölle für Agrarprodukte, Textilien und Kleidung aus Entwicklungsländern

40. Geschätzte Agrarsubventionen in den OECDLändern als prozentualer Anteil an ihrem Bruttoinlandsprodukt

41. Anteil der öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit, der für den Aufbau der Handelskapazität gewährt wird

Schuldentragfähigkeit

42. Gesamtzahl der Länder, die den Entscheidungs- und den Vollendungszeitpunkt im Rahmen der Schuldeninititative für die hochverschuldeten armen Länder (HIPC-Initiative) erreicht haben (kumulativ)

43. Mittelbindungen für Schuldenerleichterung im Rahmen der HIPC-Schuldeninitiative

44. Schuldendienst als Prozentwert der Güter- und Dienstleistungsausfuhren

15. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend angehen und so die Schulden langfristig tragbar werden lassen.

 

16. In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern Strategien zur Beschaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeit für junge Menschen erarbeiten und umsetzen

45. Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen nach Geschlecht und insgesamt

 

17. In Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen erschwingliche unentbehrliche Arzneimittel in den Entwicklungsländern verfügbar machen

 

46. Anteil der Bevölkerung mit dauerhaftem Zugang zu erschwinglichen und unentbehrlichen Arzneimitteln

 

18. In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor dafür sorgen, dass die Vorteile der neuen Technologien, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnologien, genutzt werden können

 

47. Telefonanschlüsse (Fest- und Mobilfunknetz) je 100 Personen

48a. Genutzte Computer je 100 Personen

48b. Internetnutzer je 100 Personen