Kabarett und Kapital - Diskussion

Datum: 
21 März, 2009 - 20:30 - 22:30

Podium mit Peter Sodann, Erwin Staudt und Marc-Uwe Kling. Moderation: Dietrich Krauß, SWR

im Rahmen des 17. Kabarettfestivals 2009

Der Kapitalismus stürzt die Welt in eine schwere Krise. Reihenweise krachen Banken zusammen und betteln um Nothilfe beim Staat. Die Folgen für Wirtschaft, Arbeitnehmer und Kulturschaffende sind noch nicht abzusehen. Doch schon steht der Steuerzahler bereit, um die Bankrotteure mit Milliarden zu unterstützen. Ein gefundenes Fressen für das Kabarett – sollte man meinen.

Doch die politische Satire reagiert erstaunlich zahm auf die Jahrhundertkrise. Fehlt es ausgerechnet dem Kabarett womöglich an politischem Bewusstsein? Ist man überhaupt auf Augenhöhe mit den gesellschaftlichen Zuständen? Wie steht es um die Kritikfähigkeit von Kabarettisten, die oft selbst honoriert werden wie Top-Manager? Ein Podium zur Satire im Zeichen der Finanzkrise

Peter Sodann: Der Präsidentschaftskandidat der Linken hat in der DDR einst als Kabarettist angefangen und musste wegen konterrevolutionärer Satire ins Gefängnis. Als Tatort-Kommissar Ehrlicher hätte er gerne auch mal einen Ackermann verhaftet. Er sieht die Demokratie in akuter Gefahr.

Erwin Staudt: Der VfB-Präsident war jahrelang Top Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung bei IBM. Heute sitzt er u.a. im Beirat der Deutschen Bank und wirbt als Botschafter der Arbeitgeber-Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ für eine liberale Wirtschaftsordnung.

Marc-Uwe Kling: Der Berliner lustwandelt zwischen Kabarett und Poetry Slam. Er ist eine der wenigen dezidiert politischen Nachwuchssatiriker. Mit seinem Abgesang auf Deutsche Bank Chef Josef Ackermann sorgte er bundesweit für Schlagzeilen (http://www.wikio.de/video/576879).

 

Eine Produktion der Erzeugergemeinschaft Stuttgarter Kabarett

 

 

Eintritt: 13,00 / 10,00