Joachim Bischoff: "Finanzmarktkapitalismus: Strukturen, Widersprüche, Alternativen"
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg in Kooperation mit attac Leonberg
Termin: Sa, 29.3-So., 30.3.2008
Ort: Rosa-Luxemburg-Forum, Planckstr. 79, 70184 Stuttgart
Der Begriff des “Finanzmarktkapitalismus” wird von manchen Theoretikern der Linken angeboten, um die neue Epoche des Kapitalismus seit Mitte der 70er Jahre zu kennzeichnen. Damit wird der Schwerpunkt auf die Entwicklung gelegt, dass die Finanzmärkte, angetrieben durch von der Politik ins Werk gesetzte “Liberalisierungen”, immer stärkeren Einfluss auf die Wirtschaft gewinnen und diese mit Renditeerwartungen konfrontieren, die zu einer immer stärkeren Ausbeutung der Arbeitskräfte führen.
Joachim Bischoff vertritt die These, dass ein solches System, das darauf beruht, dass sich die Aktionäre oder Eigentümer von Wertpapieren und Besitztiteln einen immer größeren Anteil des Reichtms der Gesellschaft aneignen, nicht zukunftsfähig ist und die Fehlentwicklungen der Finanzökonomie eine umfassende Demokratisierung der Wirtschaft und die Rekonstruktion sozialer Sicherheit auf die Tagesordnung setzen.
Im Seminar sollen sowohl die grundlegenden Strukturen des Finanzmarktkapitalismus, die aus diesen resultierenden Widersprüche und mögliche demokratische Alternativen dargestellt und diskutiert werden.
Joachim Bischoff ist Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Mitherausgeber der Zeitschrift Sozialismus.
Er hat in Essays und Buchveröffentlichungen Beiträge zur Erfassung der Dynamik des wirtschaftlichen und sozialen Wandels vorgelegt. Als letzte Veröffentlichung erschien von ihm das Buch “Die Zukunft des Finanzmarktkapitalismus. Strukturen, Widersprüche, Alternativen”.
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