Der Kampf trägt Früchte - Landliebe zukünftig Gentechnikfrei

"Gentechnik ist, wenn es Landliebe ist"

"Von Landliebe gibt's LüGenmilch"

Diese Antiwerbung und andere Aktionen haben einen der größten zum Einlenken bewogen.

Greenpeace-Aktion

Die großen Akteure hatten mit viel Energie erreicht, daß die Gentechnikkennzeichnung nur unvollständig ist und alle tierischen Produkte, bei denen die Tiere mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert worden sind, nicht gekennzeichnet werden müssen.

Die Verbraucher- und Umweltschutzinteressen werden mit dieser Verordnung geradezu verhöhnt, denn fast die gesamte gentechnisch veränderte Produktion der Welt wird für Viehfutter benutzt.

Dabei ist das Problem nicht nur die gentechnisch veränderte Produktion an sich, sondern die ökonomischen Zwänge, die dadurch sowohl in den Exportländern als auch den den Importländern geschaffen werden: Mit hohem Aufwand und Energie angebautes Viehfutter statt Nahrungsmittel (und statt Regenwald) aus dem Süden wird in den Norden exportiert während gleichzeitig der Anbau von eigenen Futtermitteln im Norden unrentabel ist. Sowohl im Süden als auch im Norden, werden die Kleinbauern und die Verbraucher geschädigt zu Gunsten der Großgrundbesitzer und anderer Großakteure.

Jetzt hat endlich der erste große Akteur in Europa eingeschwenkt und scheint Vorteile darin zu sehen, den Aufwand und die Mehrkosten zu tragen, um zu garantieren, daß in seinen Produkten keine gentechnisch veränderten Futtermittel zum Einsatz kamen - im Gegensatz zu Müller-Milch, Weihenstephan oder Bärenmarke, die weiterhin gentechnisch verändertes Futter einsetzen lassen.

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